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Autodesk Inventor - Was sind eigentlich Parameter?

Parameter in Autodesk Inventor

Eine besondere Qualität des Inventors von Autodesk ist das parametrische Konstruieren. Doch was bedeutet das eigentlich? Und welche Vorteile bringt eine parametrische Konstruktion mit sich?

Wer im Inventor ein Bauteil konstruiert, der kommt nicht um das Festlegen genauer Maße herum. Schließlich sollen die meisten Teile später exakt in Baugruppen eingepasst werden, weshalb eine genaue Bemaßung vonnöten ist. Der Inventor verlangt daher bei nahezu jeder Bearbeitungsfunktion Zahlen. Welche Kantenlänge soll der Quader haben? Wie groß soll der Winkel der Fase sein? Fragen, die jeder Konstrukteur beantworten muss, um ein Bauteil fertig zu stellen. Und selbst wenn bei der Maßeingabe einmal etwas schiefgelaufen ist, lassen sich alle Bearbeitungsfunktionen nachträglich noch einmal aufrufen und ganz einfach verändern.

Grund dafür sind Parameter, die dafür sorgen, dass jedes Bauteil parametrisch konstruiert wird. Wann immer im Inventor ein Wert festgelegt wird, wird ein Parameter erzeugt und diesem der eingegebene Wert zugewiesen. Standardmäßig sind die Parameter nummeriert und mit einem vorangestellten „d“ versehen. Wird also zu Beginn einer Konstruktion ein Quader erstellt, speichert Inventor vier Parameter: „d0“ → Breite, „d1“ → Länge, „d2“ → Höhe, „d3“ → Verjüngung (s. Bild 1). Die Operation „Quader“ greift also nicht auf absolute Werte zu, sondern auf die Parameter d0-d3. Dies ermöglicht dem Konstrukteur, durch Verändern der Parameter die Maße des Quaders auch nachträglich zu beeinflussen.

Paramter eines Quaders im Inventor
Bild 1: Parameter eines Quaders im Inventor. „d0“ beschreibt die Breite, „d1“ die Länge und „d2“ die Höhe des Quaders.

Die Parameter bieten darüber hinaus auch die Möglichkeit sich gegenseitig zu referenzieren, sodass der Wert eines Parameters von anderen Parametergrößen abgeleitet wird. Im Falle des Quaders könnte die Länge beispielsweise als halbe Breite festgelegt werden, indem der Parameter d1 als „0,5*d0“ definiert wird. Ändert der Konstrukteur jetzt die Breite des Quaders, wird auch die Länge angepasst.

Eine parametrische Konstruktion bietet also die Möglichkeit Bauteile zu erstellen, deren Gestalt oder Größe durch einige wenige Parameter gesteuert werden. Ist beispielsweise zu Beginn einer Konstruktion zwar die Gestalt definiert, jedoch keine exakte Bauteilgröße angegeben, können Maßangaben von anderen Parametern. Sobald eine Entscheidung über die endgültige Größe des Bauteils gefallen ist, lässt sie sich durch die Änderung einiger Parameter exakt einstellen. Darüber hinaus bietet der Inventor auch die Möglichkeit Benutzerparameter hinzuzufügen, die beliebig benannt und definiert sowie von den Modellparametern referenziert werden können (s. Bild 2). Es ist sogar möglich bool’sche Parameter zu erzeugen, die, wie alle Parameter, in den Bearbeitungsfunktionen referenziert werden können. So lassen sich beispielsweise Bohrungen, Extrusionen etc. durch Ändern eines Parameters ein oder ausschalten.

Alles in allem bieten die Parameter im Inventor vielfältige Möglichkeiten für die Erzeugung dynamisch anpassbarer Bauteile. Mit nur wenigen Klicks kann so die gesamte Bauteilgestalt oder -größe geändert werden.

Parametrische Konstruktion eines Quaders (Bild 1) Parametrische Konstruktion eines Quaders (Bild 2)
Bild 2: Parametrische Konstruktion eines Quaders, die von drei Benutzerparametern (länge, höhe, rundung) abhängig ist, durch die sich die Konstruktion steuern lässt.

 

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